Maklerprovision – das müssen Sie wissen

Beim Kauf, Verkauf oder der Vermietung einer Immobilie taucht früher oder später die Frage nach der Maklerprovision auf. Wer muss sie bezahlen? Wie hoch darf sie sein? Und was hat sich durch das Bestellerprinzip in Österreich geändert? Wir von KR Real geben Ihnen einen verständlichen Überblick und zeigen, worauf Sie als Käufer, Verkäufer, Mieter oder Vermieter achten sollten.

Was ist die Maklerprovision?

Die Maklerprovision ist das Entgelt, das ein Immobilienmakler für die erfolgreiche Vermittlung einer Immobilie erhält. Sie fällt also grundsätzlich dann an, wenn durch die Tätigkeit des Maklers ein Miet- oder Kaufvertrag zustande kommt. Wichtig ist dabei: Die Provision entsteht nicht automatisch schon bei einer Besichtigung oder einem ersten Gespräch, sondern ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft.

In Österreich ist die Höhe der Maklerprovision gesetzlich geregelt. Die Immobilienmaklerverordnung legt fest, welche Höchstbeträge zulässig sind. Je nachdem, ob es um eine Mietwohnung, ein Geschäftslokal oder den Kauf einer Immobilie geht, gelten unterschiedliche Regeln.

Wer zahlt die Maklerprovision?

Die wichtigste Frage lautet: Wer hat den Makler beauftragt? Bei der Wohnraummiete gilt in Österreich seit 1. Juli 2023 das sogenannte Bestellerprinzip. Das bedeutet vereinfacht gesagt: Wer den Makler zuerst beauftragt, bezahlt auch die Provision. Beauftragt also der Vermieter den Makler mit der Vermittlung einer Wohnung, kann die Provision grundsätzlich nicht mehr auf den Mieter überwälzt werden.

Anders sieht es beim Immobilienkauf aus. Hier gilt das Bestellerprinzip nicht. Beim Kauf einer Wohnung, eines Hauses oder eines Grundstücks kann daher weiterhin eine Maklerprovision für Käufer und Verkäufer anfallen, sofern eine entsprechende Vereinbarung besteht und der Makler erfolgreich vermittelt hat.

Wie hoch darf die Maklerprovision beim Immobilienkauf sein?

Beim Immobilienkauf beträgt die Maklerprovision in Österreich grundsätzlich 3 Prozent des Kaufpreises zuzüglich 20 Prozent Umsatzsteuer. Diese Provision fällt im Grunde  sowohl für Käufer als auch für Verkäufer an

Gerade beim Immobilienkauf zählt die Maklerprovision daher zu den wichtigen Kaufnebenkosten. Neben Grunderwerbsteuer, Grundbucheintragungsgebühr, Vertragserrichtung und Finanzierungskosten sollte sie von Anfang an in die Budgetplanung einbezogen werden.

Was gilt bei Mietwohnungen?

Bei Mietwohnungen hat das Bestellerprinzip die Situation deutlich verändert. Mieter müssen die Maklerprovision in der Regel nur noch dann bezahlen, wenn sie den Makler selbst zuerst mit der Wohnungssuche beauftragt haben. Reagiert ein Interessent hingegen auf ein Inserat einer Wohnung, die der Makler im Auftrag des Vermieters anbietet, ist normalerweise der Vermieter provisionspflichtig. Das sorgt für mehr Transparenz und entlastet Wohnungssuchende bei der Anmietung. Dennoch lohnt es sich, genau hinzusehen: Entscheidend ist, wer den Makler tatsächlich zuerst beauftragt hat und ob eine wirksame Provisionsvereinbarung besteht.

Wann wird die Maklerprovision fällig?

Die Maklerprovision wird grundsätzlich erst dann fällig, wenn das vermittelte Geschäft rechtswirksam zustande gekommen ist. Bei einem Immobilienkauf ist das in der Regel der Abschluss des Kaufanbotes bzw. Kaufvertrags. Die spätere Eintragung im Grundbuch ist für die Fälligkeit der Provision üblicherweise nicht entscheidend.

Unser Tipp aus der Praxis

Planen Sie die Maklerprovision immer als Teil der gesamten Immobilienkosten ein. Gerade Käufer konzentrieren sich häufig zuerst auf den Kaufpreis und vergessen, dass zusätzlich Nebenkosten entstehen. Eine realistische Kostenübersicht schützt vor unangenehmen Überraschungen und gibt Ihnen mehr Sicherheit bei Ihrer Entscheidung. Wir von KR Real legen großen Wert auf transparente Beratung. Deshalb erklären wir Ihnen frühzeitig, welche Kosten auf Sie zukommen, wie sich diese zusammensetzen und worauf Sie im konkreten Fall achten sollten.

Maklerprovision – was bedeutet das für Sie?

Für den Immobilienkauf bleibt die Maklerprovision weiterhin ein relevanter Kostenpunkt. Wer eine Immobilie kaufen oder verkaufen möchte, sollte daher nicht nur auf den Kaufpreis achten, sondern auch die Nebenkosten realistisch kalkulieren. Für Verkäufer bietet die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Makler viele Vorteile: professionelle Bewertung, gezielte Vermarktung, qualifizierte Interessenten, Besichtigungsmanagement und Unterstützung bis zum erfolgreichen Abschluss. Für Käufer wiederum ist ein kompetenter Makler ein wichtiger Ansprechpartner, wenn es um Objektinformationen, Unterlagen und den Ablauf der Transaktion geht.

Gut informiert zur sicheren Immobilienentscheidung

Die Maklerprovision ist ein wichtiger Bestandteil vieler Immobilientransaktionen. Wer die wichtigsten Regeln kennt, kann besser planen und fundierte Entscheidungen treffen. Ob Kauf, Verkauf oder Vermietung – entscheidend sind klare Vereinbarungen, transparente Kosten und eine professionelle Begleitung.

Sie haben Fragen zur Maklerprovision oder möchten wissen, welche Kosten bei Ihrem Immobilienvorhaben auf Sie zukommen? Dann sprechen Sie uns gerne an. Wir von KR Real beraten Sie persönlich, transparent und mit regionaler Erfahrung.

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